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Offroad-Training für Einsatzkräfte

Offroad-Training für Einsatzkräfte

Sicher und effizient im Ernstfall durch professionelles Fahrtraining

Wenn Sekunden über Leben entscheiden

Als im Juli 2021 das Hochwasser das Ahrtal verwüstete, standen THW-Helfer vor einer kritischen Situation: Zerstörte Brücken, unterspülte Straßen, meterhoher Schlamm. Die kürzeste Route zum Einsatzort? Durch unwegsames Gelände, das die wenigsten Fahrer je zuvor befahren hatten. Wer in solchen Momenten nicht weiß, wie man einen 7,5-Tonner durch 30-Grad-Querneigung steuert oder wann eine Differentialsperre mehr schadet als hilft, riskiert nicht nur das Fahrzeug – sondern Menschenleben.

Professionelles Offroad-Training ist für Rettungskräfte, Feuerwehren und Hilfsorganisationen deshalb keine Kür, sondern Pflicht. Dieser Artikel zeigt, worauf es dabei wirklich ankommt.

Klimawandel und Extremwetter: Warum Offroad-Kompetenz dringlicher wird

Die Einsatzzahlen des THW und anderer Hilfsorganisationen steigen dramatisch – und der Trend setzt sich fort. Der Klimawandel führt zu immer häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen, die Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen stellen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • Historische Einsatzspitzen: Das Jahr 2021 mit der Ahrtal-Flut war eines der einsatzstärksten Jahre in der Geschichte des THW. Allein bei dieser Katastrophe waren über 17.000 Helfer im Dauereinsatz.
  • Steigende Einsatzstunden: Laut Umweltbundesamt zeigen die Einsatzstunden bei wetter- und witterungsbedingten Katastrophen im Bevölkerungsschutz einen steigenden Trend. Starkregen, Hochwasser und Waldbrände nehmen messbar zu.
  • Zunahme von Extremereignissen: Eine UN-Studie belegt: Seit 1960 gibt es mehr Stürme, Hochwasser und Erdrutsche – und diese werden zudem intensiver und folgenschwerer.
  • Prognose: Die Führung des THW geht davon aus, dass die Einsatzzahlen aufgrund extremer Wetterereignisse künftig weiter zunehmen werden. Jeder Einsatz bedeutet: Fahrzeuge müssen durch unwegsames, oft zerstörtes Gelände.

Was bedeutet das konkret? Einsatzkräfte müssen häufiger durch aufgeweichte Waldwege, überflutete Straßen oder von Erdrutschen blockierte Zufahrtswege navigieren. Fahrzeuge, die gestern noch auf Asphalt unterwegs waren, stehen heute knietief im Schlamm. Wer nicht weiß, wie man schwere Nutzfahrzeuge unter diesen Bedingungen sicher bewegt, wird zum Hindernis statt zur Hilfe. Professionelles Offroad-Training ist deshalb keine Option mehr – es ist eine Notwendigkeit.

Einsatzstunden bei wetter- und witterungsbedingten Schäden

Offroad Training Einsatzfahrzeug

Warum ein Standard-Fahrtraining nicht mehr ausreicht

Ein normaler Lkw-Führerschein bereitet auf Autobahnen und Bundesstraßen vor – nicht auf Waldwege nach Starkregen oder steile Böschungen im Katastrophengebiet. Die Herausforderungen im Gelände unterscheiden sich fundamental:

  • Untergrundwechsel: Innerhalb weniger Meter kann der Boden von festem Schotter zu tiefem Schlamm wechseln. Wer hier die Traktion verliert, gräbt sich innerhalb von Sekunden fest.
  • Extreme Neigungen: Bei 35 Grad Querneigung verschiebt sich der Schwerpunkt so stark, dass bereits leichte Lenkbewegungen zum Kippen führen können – besonders bei Fahrzeugen mit hohem Aufbau.
  • Technik unter Stress: Differentialsperren, Untersetzungsgetriebe, Reifendruckanpassung – Systeme, die im normalen Fahrbetrieb nie zum Einsatz kommen, müssen im Gelände instinktiv beherrscht werden.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei einer Waldbrandbekämpfung in Brandenburg musste ein Tanklöschfahrzeug (TLF) durch sandigen Kiefernwald zu einem abgelegenen Brandherd. Der Fahrer aktivierte vorsorglich die Differentialsperre – ein fataler Fehler. Im Sand führte die starre Achsverbindung zum sofortigen Eingraben. Das Fahrzeug musste von einem zweiten TLF geborgen werden, wertvolle 40 Minuten gingen verloren. Ein geschulter Fahrer hätte gewusst: Im Sand bleibt die Sperre aus, stattdessen zählt Schwung und kontinuierliche Bewegung.

Was ein gutes Offroad-Training für Einsatzfahrzeuge ausmacht

 

Theorie: Verstehen, nicht auswendig lernen

Die theoretische Grundlage vermittelt physikalische Zusammenhänge, die im Ernstfall entscheidend sind:

  • Traktionsverteilung: Wie reagiert ein Allradantrieb bei durchdrehendem Vorderrad? Wann hilft eine Längssperre, wann eine Quersperre?
  • Schwerpunktdynamik: Warum verschiebt sich der Schwerpunkt eines 3.500-kg-GW-L bei Bergabfahrt nach vorne – und weshalb führt dann starkes Bremsen fast zwangsläufig zum Überschlag?
  • Untergrundmechanik: Sand, Schlamm, Schnee, Geröll – jeder Untergrund erfordert unterschiedliche Techniken. Was im Schlamm funktioniert (niedrige Drehzahl, gleichmäßiger Zug), kann im Sand (höhere Drehzahl, Schwung) zum Stillstand führen.

Gute Trainer arbeiten mit Visualisierungen und Simulationen. Ein Beispiel: Teilnehmer berechnen gemeinsam den Kippwinkel ihres Fahrzeugs. Ein Unimog mit 2,30 m Radstand und 1,80 m Schwerpunkthöhe kippt theoretisch bei 52 Grad – praktisch liegt die Grenze wegen dynamischer Lasten bei etwa 40 Grad. Diese Zahl im Kopf zu haben, schützt vor Selbstüberschätzung.

Praxis: Kontrollierte Grenzerfahrung

Das Training auf einem professionellen Gelände – beispielsweise einem Offroad-Park oder THW-Übungsgelände – simuliert Extremsituationen unter sicheren Rahmenbedingungen:

  • Steigungen und Gefälle: Übungsrampen mit 25–35 Grad Neigung, bei denen Teilnehmer lernen, Motor, Kupplung und Bremse dosiert einzusetzen. Der häufigste Anfängerfehler bei Bergabfahrten? Zu starkes Bremsen, das die Vorderachse überlastet und zum Kontrollverlust führt.
  • Wasserdurchfahrten: Nicht jede Furt ist befahrbar. Teilnehmer lernen, Wassertiefe einzuschätzen (Faustregel: maximal halbe Radhöhe), die Strömung zu bewerten und die Watgeschwindigkeit anzupassen. Eine zu schnelle Durchfahrt drückt Wasser in den Motorraum – eine zu langsame riskiert das Festfahren.
  • Schlamm- und Sandpassagen: Hier zeigt sich, ob Fahrer die Theorie verinnerlicht haben. Im Schlamm gilt: niedrige Drehzahl, niedriger Gang, konstante Geschwindigkeit. Im Sand dagegen: Schwung aufbauen, höhere Drehzahl, keine abrupten Lenkbewegungen.
  • Seilwindentraining: Die Seilwinde ist oft die letzte Rettung – aber nur, wenn sie richtig eingesetzt wird. Häufige Fehler: Falscher Anschlagpunkt (zu hoch = Kippen), fehlende Umlenkrolle (halbierte Zugkraft), keine Seilabdeckung (bei Seilbruch wird die Winde zum Geschoss).

Ein professionelles Training arbeitet mit gestaffelten Schwierigkeitsgraden. Anfänger beginnen auf ebenem Gelände mit leichten Hindernissen, fortgeschrittene Teilnehmer bewältigen Kombinationen – etwa eine 30-Grad-Querneigung mit gleichzeitiger Steigung auf lockerem Untergrund.

Spezialtraining für verschiedene Fahrzeugklassen

Fahrzeugklasse Trainingsschwerpunkte & Risiken Praxis / Lösung
Leichte Fahrzeuge (bis 3,5 t)
(z.B. VW Amarok, G-Klasse)
Gewichtsverteilung: Hoher Schwerpunkt durch Dach-Equipment; Kippgefahr steigt (Kippgrenze sinkt von 40° auf 30°).
Technik: Korrekte Wahl zwischen 4H (High) und 4L (Low).
Einsatz von 4L bei niedriger Drehzahl für kontrolliertes Überwinden von Hindernissen (z.B. Bachbetten), um Traktion ohne Durchdrehen zu halten.
Mittelschwer (bis 7,5 t)
(z.B. GW-L, TLF, THW-Fahrzeuge)
Dynamik: Hecklastigkeit bei teilbeladenen Tanks führt zu Traktionsverlust vorne.
Wendigkeit: Lange Radstände erschweren Kurvenfahrt in Wäldern.
Teilnehmer trainieren den drastischen Unterschied zwischen vollem und halbleerem Tank, insbesondere bei Bremsmanövern und Kurvenlagen.
Schwere Lkw (ab 12 t)
(z.B. WLF, RW, Krane)
Physische Grenzen: Massive Wendekreise (bis 20m) und geringe Bodenfreiheit (30-35cm).
Gefahr: Aufsetzer an Kuppen; Hinterachsentlastung führt zum Festfahren.
Kompensation durch vorausschauende Routenplanung, präzise Lenkarbeit und den Einsatz von Hilfsmitteln wie Sandblechen oder Rampen.

Typische Fehler – und wie man sie vermeidet

Selbst erfahrene Fahrer machen im Gelände Fehler, die teuer oder gefährlich werden können. Die häufigsten:

Zu viel Gas bei durchdrehenden Rädern

Gas wegnehmen, Fahrzeug rollen lassen, neu anfahren mit weniger Kraft. Durchdrehende Räder graben sich nur tiefer ein.

Differentialsperre im falschen Moment

Sperre nur bei stehendem oder langsam rollendem Fahrzeug aktivieren. Nie in Kurven einschalten – das blockiert die Lenkung.

Zu schnell durch Wasserfurten

Schrittgeschwindigkeit (5–7 km/h). Eine Bugwelle drückt Wasser in Ansaugung und Elektronik. Nach der Durchfahrt: Bremsen vorsichtig trocknen.

Stehenbleiben auf halber Steigung

Wer auf einer 30-Grad-Steigung anhält, kommt oft nicht mehr an. Entweder durchfahren – oder kontrolliert rückwärts zurücksetzen, neu ansetzen.

Ein gutes Training simuliert genau diese Fehlersituationen in sicherer Umgebung. Teilnehmer lernen nicht nur die Theorie, sondern erleben am eigenen Leib, was passiert, wenn man falsch reagiert – und wie man es besser macht.

 

Fazit: Training rettet Leben

Offroad-Fahren im Einsatz ist kein Abenteuer – es ist eine technische Disziplin, die Wissen, Übung und Respekt vor dem Gelände erfordert. Wer glaubt, ein Allrad-Fahrzeug komme überall durch, unterschätzt die Physik und überschätzt die Technik.

Ein professionelles Offroad-Training vermittelt nicht nur Fahrtechnik, sondern Urteilsvermögen: Wann ist eine Passage befahrbar – und wann ist es klüger, einen Umweg zu nehmen? Wann braucht es die Seilwinde – und wann reicht ein zweiter Anlauf mit angepasster Technik?

Im Ernstfall – ob Hochwasser, Waldbrand oder Bergungsaufträge nach Unwettern – entscheidet genau dieses Wissen darüber, ob Hilfe rechtzeitig ankommt. Oder ob ein festgefahrenes Fahrzeug zum Hindernis wird, statt zur Rettung.

Ein professionelles Offroad-Training ist eine Investition – in Sicherheit, Material und Effizienz.

© TUFA GmbH/Mercedes-Benz Offroad

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Fahrberechtigung nach OEM Norm

Fahrberechtigung nach OEM Norm

Der unverzichtbare Standard für dienstliche Geländefahrten

Warum die Offroad-Fahrberechtigung für viele OEM´s Pflicht ist!

Für Original Equipment Manufacturers (OEMs), große Zulieferer und Entwicklungsdienstleister sind Erprobungs- und Validierungsfahrten im Gelände Alltag. Doch das Führen von Dienstfahrzeugen abseits befestigter Straßen erfordert spezifisches Fachwissen und birgt ohne entsprechende Qualifikation hohe Risiken.

Die eintägige Offroad-Fahrberechtigung ist daher nicht nur eine Empfehlung, sondern oft eine zwingende Voraussetzung für dienstliche Fahrten im Gelände. Sie stellt sicher, dass das Personal die Fahrzeuge sicher, material-schonend und im Einklang mit der Unternehmens-Haftungsgrundlage bewegt.

Sicherheit, Fahrphysik und Verhalten in kritischen Situationen

Die Schulung beginnt mit einem fundierten Theorieblock, der das nötige Verständnis für die Herausforderungen im Offroad-Einsatz schafft.

>>> 2.1. Grundlagen der Fahrphysik im Gelände

  • Fahrzeugspezifika: Verständnis von Böschungswinkel, Rampenwinkel und Bodenfreiheit – die kritischen Maße zur Vermeidung von Aufsetzen und Schäden.

  • Antriebstechnik: Korrekte Anwendung von Untersetzung (Low-Range), Differentialsperren (Längs- und Quersperren) und elektronischen Fahrhilfen wie dem Bergabfahrassistenten.

  • Materialschutz: Das Vermeiden von Verspannungen im Antriebsstrang bei der Nutzung von Sperren auf griffigem Untergrund.

>>> 2.2. Sicheres Verhalten und Kommunikation

  • Sicherheitsregeln: Einhaltung strikter Offroad-Betriebsregeln.

  • Kommunikation und Sichtzeichen: Klare Verständigung zwischen Fahrer und Einweiser (Spotter) bei unübersichtlichen Passagen.

  • Fahren im Wasser: Bestimmung der Wattiefe, Gefahren durch Strömung und Schutz technischer Komponenten vor Schäden.

Offroad Fahrberechtigung

Sicherheit, Fahrphysik und Verhalten in kritischen Situationen

Die Schulung beginnt mit einem fundierten Theorieblock, der das nötige Verständnis für die Herausforderungen im Offroad-Einsatz schafft.

>>> 2.1. Grundlagen der Fahrphysik im Gelände

  • Fahrzeugspezifika: Verständnis von Böschungswinkel, Rampenwinkel und Bodenfreiheit – die kritischen Maße zur Vermeidung von Aufsetzen und Schäden.

  • Antriebstechnik: Korrekte Anwendung von Untersetzung (Low-Range), Differentialsperren (Längs- und Quersperren) und elektronischen Fahrhilfen wie dem Bergabfahrassistenten.

  • Materialschutz: Das Vermeiden von Verspannungen im Antriebsstrang bei der Nutzung von Sperren auf griffigem Untergrund.

>>> 2.2. Sicheres Verhalten und Kommunikation

  • Sicherheitsregeln: Einhaltung strikter Offroad-Betriebsregeln.

  • Kommunikation und Sichtzeichen: Klare Verständigung zwischen Fahrer und Einweiser (Spotter) bei unübersichtlichen Passagen.

  • Fahren im Wasser: Bestimmung der Wattiefe, Gefahren durch Strömung und Schutz technischer Komponenten vor Schäden.

Technisches Detailwissen: Das Zusammenspiel von Fahrer und Fahrzeug

Um die Fahrberechtigung fundiert abzuschließen, geht die Schulung tief ins Detail der Fahrzeugtechnik und deren Anwendung im Gelände.

>>> Verstehen der Offroad-Spezifika des Fahrzeugs

Jedes Geländefahrzeug hat spezifische Grenzbereiche, die der Fahrer kennen muss, um Schäden zu vermeiden und sicher zu operieren.

  • Winkel und Abmessungen: Die Teilnehmer lernen, wie Böschungswinkel (vorn/hinten), Rampenwinkel und die Bodenfreiheit die Passierbarkeit von Hindernissen bestimmen. Es ist entscheidend zu wissen, wie man mithilfe der Maße den Punkt P auf der Fahrbahn wählt, um nicht aufzusetzen.

  • Antriebs- und Fahrhilfen: Die korrekte Nutzung von Untersetzung (Low-Range), Differentialsperren (Längs- und Quersperren) und elektronischen Fahrhilfen wie Bergabfahrassistenten (HDC) wird intensiv trainiert. Wann setze ich welche Sperre ein, um maximale Traktion zu erzielen, ohne das Fahrzeug unnötig zu verspannen?

  • Reifendruck-Management: Das Anpassen des Reifendrucks an den Untergrund (z. B. Reduzierung im Sand) zur Vergrößerung der Aufstandsfläche und Verbesserung der Traktion ist ein kritischer Punkt der Schulung.

>>> Gefahr der Verspannung und Lastwechsel

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Verständnis der mechanischen Beanspruchung:

➡️ Wichtig: Beim Fahren mit eingeschalteten Sperren (insbesondere bei permanentem Allrad) auf griffigem Untergrund besteht die Gefahr der Verspannung im Antriebsstrang. Die Schulung vermittelt, wie man diese durch richtige Routenwahl und rechtzeitiges Deaktivieren der Sperren vermeidet.

Wirtschaftlichkeit & Sicherheit: Der ROI der Offroad-Fahrberechtigung

Die folgende Tabelle verdeutlicht, warum die Schulung nicht nur ein Kostenfaktor, sondern eine wertvolle Investition in die Betriebssicherheit und Kosteneffizienz ist.

Nutzenfaktor Konsequenz ohne Schulung Vorteil durch Qualifizierung (ROI)
Fahrzeugkosten Hoher Verschleiß, Schäden an Unterboden, Aufhängung und Karosserie. Kostenreduktion: Signifikant weniger Unfallschäden und geringerer Materialverschleiß durch technische Fahrweise.
Haftung & Recht Risiko bei Arbeitsunfällen; Vorwurf der mangelnden Fürsorgepflicht (DGUV). Rechtssicherheit: Nachweisbare Qualifikation nach OEM-Standard minimiert das Haftungsrisiko für das Unternehmen.
Projektablauf Zeitverlust durch festgefahrene Fahrzeuge oder ungeplante Werkstattaufenthalte. Termintreue: Effiziente Bewältigung der Teststrecken und Sicherstellung des Zeitplans (Projektsicherheit).
Mitarbeiterschutz Erhöhtes Unfallrisiko durch Selbstüberschätzung oder Unkenntnis der Physik. Prävention: Souveräner Umgang mit Gefahrensituationen (Schräglagen, Wasser) schützt Leib und Leben.

Vor dem Start – Der Geländewagen-Check

  • Fahrzeugzustand: Sind Öl, Wasser und Kraftstoffstände geprüft?

  • Ladungssicherung: Ist die Ladung (z. B. Messequipment) im Kofferraum oder auf der Ladefläche fest gesichert?

  • Luftfilter: Bei Fahrten durch Sand oder stark staubiges Gelände den Zustand des Luftfilters prüfen.

  • Bodenfreiheit: Sind alle abstehenden oder empfindlichen Teile unterhalb des Fahrzeugs entfernt oder geschützt (z. B. Haken)?

  • Rescue-Kit: Ist das nötige Equipment (Bergegurt, Schäkel, Handschuhe) griffbereit? (Wird oft in der Schulung selbst thematisiert).

Häufig gestellte Fragen zur Offroad-Fahrberechtigung (FAQ)

 

Wie lange ist die Offroad-Fahrberechtigung gültig?

In der Regel ist das Zertifikat nach OEM-Standard unbefristet gültig. Viele Unternehmen und Berufsgenossenschaften empfehlen jedoch eine Auffrischung alle 2 bis 3 Jahre, um sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, insbesondere wenn neue Fahrzeugtechnologien oder Assistenzsysteme eingeführt werden.

Ist die Schulung als Arbeitsschutzmaßnahme anerkannt?

Ja, eine fundierte Offroad-Unterweisung gilt als Teil der gesetzlichen Unterweisungspflicht des Arbeitgebers (nach DGUV). Sie dient der Unfallverhütung bei besonderen Gefährdungen am Arbeitsplatz (in diesem Fall das unwegsame Gelände) und ist somit ein wichtiger Baustein im betrieblichen Arbeitsschutz.

Benötigen Teilnehmer einen speziellen Führerschein?

Voraussetzung für die Teilnahme ist lediglich ein gültiger PKW-Führerschein (Klasse B). Da die Schulung auf abgesperrtem Privatgelände stattfindet, sind keine zusätzlichen behördlichen Lizenzen nötig. Die Fahrberechtigung ist eine interne Qualifikation für den dienstlichen Einsatz.

Können auch Elektrofahrzeuge (BEV) im Offroad-Training genutzt werden?

Ja, sofern diese im Fuhrpark vorhanden sind. Die Schulung geht dann kurz auf Besonderheiten wie das sofortige Drehmoment ein, jedoch liegt der Fokus nicht auf der E-Mobilität, sondern auf der allgemeinen Geländekompetenz.

Findet das Training auch bei schlechtem Wetter statt?

Absolut. Regen oder Matsch bieten oft sogar eine bessere Lernumgebung für realistische Einsatzbedingungen.

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Offroad Fahrzeugerprobung

Offroad Fahrzeugerprobung

Der entscheidende Schritt zur Geländegängigkeit

Die Offroad Fahrzeugerprobung ist das unverzichtbare Bindeglied zwischen Konzept und Serienreife von geländegängigen Fahrzeugen. Sie ist ein technologisch anspruchsvoller und dynamischer Prozess, der sicherstellt, dass neue Fahrzeuge und deren komplexe Systems extremen Belastungen standhalten und alle Anforderungen an Geländegängigkeit, Zuverlässigkeit und Robustheit erfüllen. In einer Zeit des fundamentalen Wandels gewinnt die präzise und umfassende Validierung unter extremen Bedingungen mehr denn je an Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die Abläufe, die Schlüsselkomponenten und die Zukunft dieses zentralen Bereichs der Automobilindustrie.

Was umfasst die moderne Offroad-Fahrzeugerprobung heute?

Die moderne Fahrzeugerprobung ist ein ganzheitlicher Ansatz, der bei Geländefahrzeugen die extremen Belastungen des Einsatzes abbildet. Sie ist ein zentraler Prozess in der Fahrzeugentwicklung, der das Gesamtfahrzeug schrittweise zur Serienreife führt. Hierbei werden alle Funktionen und Komponenten unter verschiedenen Umgebungen (wie Schlamm, Sand, Fels und extreme Steigungen) beurteilt.

Der Prozess beginnt oft schon mit einem frühen Prototyp und endet erst, wenn Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und vor allem die Robustheit gewährleistet sind. In jeder Phase werden Komponenten geprüft, Schwachstellen ermitteln und deren Zusammenspiel bewertet. Die Fahrzeugerprobung findet auf speziellen, anspruchsvollen Prüfgeländen und Härteprüfstrecken statt, um realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen.

Wie läuft eine Gesamtfahrzeugerprobung im Gelände ab?

Die Gesamtfahrzeugerprobung ist ein vielschrittiger Prozess, der alle Systems des Fahrzeugs in den Fokus rückt und folgende Hauptschritte umfasst:

  • Fokus mechanische Eigenschaften: Die Erprobung konzentriert sich vorrangig auf das extrem belastete Fahrwerk, die Karosseriesteifigkeit und das dynamische Fahrverhalten auf unebenem Untergrund.
  • Prüfung von Komponenten: Neben den mechanischen Teilen werden auch kritische elektronische Komponenten, wie beispielsweise Traktionshilfen, bewertet.
  • Integration ins Gesamtfahrzeug: Nach der Bewertung einzelner Komponenten erfolgt die Integration, bei der die gegenseitige Abstimmung der vernetzten Systems (z.B. Allradsteuerung, Fahrwerkseinstellung) eine zentrale Rolle spielt.
  • Dauerhaltbarkeitstests: Ein wesentlicher Abschnitt ist die Dauerhaltbarkeit unter extremer Beanspruchung, um die Zuverlässigkeit langfristig zu sichern.
  • Ziel: Validierung: Die Durchführung dieser Fahrversuche hat zum Ziel, ein vollständig validiertes Fahrzeug zu erhalten, das allen Sicherheits- und Geländetauglichkeitskriterien entspricht. Die Erkenntnisse fließen direkt in die finale Optimierung ein.
OffroadFahrzeugerprobung

Warum ist die Leistung in der Offroad-Fahrzeugerprobung so wichtig?

Die Qualität und Leistung in der Offroad-Fahrzeugerprobung sind essenziell für die gesamte Automobilbranche, da Produktfehler im Gelände schwerwiegende Folgen haben können.

Aspekt Bedeutung im Offroad-Segment Rolle von Dienstleistern
Produktsicherheit Die Qualität der Prozesse entscheidet maßgeblich über die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge unter extremen Belastungen. Validieren Fahrzeuge und einzelne Komponenten auch unter widrigen Bedingungen.
Kundenzufriedenheit Direkte Auswirkung auf die Fahrerfahrung und die Geländetauglichkeit des Endprodukts. Bereitstellung von spezialisiertem Know-how und Erfahrung für eine objektive Bewertung.
Innovation & Effizienz Die Erprobung ist ein zentraler Baustein, um Innovationen wie neue Allrad-Systems zu integrieren und zu sichern. Führen tiefgreifende Analysen durch, begleiten Entwicklungsstände und optimieren den Prozess für OEMs.

Die Rolle von Versuchsfahrern und Entwicklungsingenieuren bei Extremtests

Ein Versuchsfahrer ist ein erfahrener Experte, der das Fahrzeug in verschiedenen Stadien durch extremes Gelände bewegt und dessen Fahrverhalten beurteilt. Er benötigt ein tiefes Verständnis für Traktion und Fahrwerksauslegung. Sie arbeiten eng mit Ingenieuren und dem Experten-Team zusammen.

Der Entwicklungsingenieur sorgt dafür, dass Erkenntnisse aus der Erprobung konsequent in die weitere Fahrzeugentwicklung einfließen. Zu seinen Aufgaben gehört die Analyse der Messdaten und die Bewertung funktionaler Zusammenhänge, insbesondere unter extremer Verwindung und Belastung. Er stellt die Schnittstelle zwischen Analyse, Interpretation und Umsetzung dar und arbeitet eng mit OEMs zusammen.

Welche Anforderungen stellen moderne Systems an die Erprobung von Geländefahrzeugen?

Moderne Fahrzeuge verfügen über eine Vielzahl vernetzter Systems, die unter extremen Bedingungen sicher und zuverlässig funktionieren müssen. Diese stellen hohe Anforderungen an die Erprobung von Fahrzeugen:

 >>> Funktionssicherheit im Extremfall: Die Systems müssen funktionieren, selbst wenn das Fahrwerk maximal ausgefedert oder das Fahrzeug extrem schräg steht.

>>> Spezifische Systeme: Die Validierung konzentriert sich auf:

    • Allradsteuerung und Traktionshilfen

    • Spezielle Assistenzsysteme für das Gelände

    • Robuste Softwarearchitekturen

>>> Ganzheitliche Validierung: Die Erprobung umfasst mechanische, elektronische und softwarebasierte Elemente zugleich.

>>> Entscheidende Zielkonflikte: Das Zusammenspiel zwischen Traktion, Sicherheit und Effizienz (z.B. Energieverbrauch bei Schlammfahrten) ist entscheidend.

Das erhöhte die Komplexität und somit den Anspruch an Fachkräfte in diesem Bereich Fahrzeugerprobung.

Spezifische Bewertung: Pkw (SUVs) und Lkw unter Offroad-Bedingungen

Die Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Fahrzeugklasse. Ein Pkw (z.B. ein SUV) stellt andere Anforderungen an den Komfort auf unwegsamen Strecken als ein Lkw, der auf maximale Stabilität, Nutzlast und Dauerhaltbarkeit unter schwersten Bedingungen ausgelegt ist.

Jedes Fahrzeug muss eine umfassende Bewertung durchlaufen, die sowohl mechanische als auch elektronische Komponenten berücksichtigt. Diese Prozesse finden primär in kontrollierten Bereichen (Prüfgelände) statt, die extreme Geländebedingungen simulieren.

OffroadFahrzeugerprobung

Wie unterstützen Messtechnik und Technologie?

Die Messtechnik ist ein zentraler Bestandteil moderner Fahrzeugentwicklung. Sie ermöglicht die präzise Erfassung von Belastungen, Verwindungen und funktionalen Abläufen während der Messfahrten im Gelände.

Durch moderne Sensorik und digitale Datenverarbeitung können Ingenieure Rückschlüsse auf das Fahrverhalten (z.B. Achsverschränkung) und die Belastbarkeit einzelner Komponenten ziehen. Diese Informationen sind unerlässlich für die Validierung. Die Automatisierung hilft, Entwicklungszyklen effizient zu gestalten.

Welche Leistungen im Bereich der Offroad-Erprobung bieten Dienstleister an?

Spezialisierte Dienstleister übernehmen vielfältige Aufgaben im Rahmen der Erprobung und bieten umfangreiche Leistungen im Bereich der Gesamtfahrzeugerprobung an. Dazu gehören die Vorbereitung und Durchführung von Fahrversuchen auf Extremstrecken, die Bewertung einzelner Komponenten und die Analyse von Verwindungsstrukturen.

Die Kombination aus Erfahrung, moderner Ausstattung und professioneller Durchführung sorgt für eine hohe Effizienz und Qualität in der Fahrzeugentwicklung im Offroad-Segment.

>>> Hier kannst du deine Offroad Fahrzeugerprobung anfragen!<<<

Häufig gestellte Fragen zur Offroad-Fahrzeugerprobung (FAQ)

 

Welche spezifischen Geländetypen werden getestet?

Typische Testbereiche umfassen Sand- und Dünenfahrten, Schotterpisten, Schlammgruben, felsige Passagen und extreme Steigungsstrecken, um alle Achs- und Fahrwerksbelastungen zu simulieren.

Wie unterscheidet sich die Offroad- von der normalen Pkw-Erprobung?

Der Fokus liegt nicht auf Fahrkomfort oder Höchstgeschwindigkeit, sondern auf Dauerhaltbarkeit der Struktur (Verwindung), der Traktion bei geringer Geschwindigkeit und der Robustheit von Komponenten (Stoßbelastung, Wasserdichtigkeit).

Welche speziellen Werkzeuge oder Messtechniken kommen im Gelände zum Einsatz?

Neben der Standard-Messtechnik werden oft spezielle Sensoren zur Messung der Achsverschränkung, des Neigungswinkels, der Bodenfreiheit und der Verwindungskräfte am Rahmen oder der Karosserie verwendet.4. Wie wird die „Geländetauglichkeit“ objektiv bewertet?

Wie wird die "Geländetauglichkeit" objektiv bewertet?

Anhand standardisierter Metriken wie Böschungswinkel, Rampenwinkel, Wattiefe, maximale Steigfähigkeit und der Leistung des Allradsystems (z. B. Sperrwirkung) auf unterschiedlichen Untergründen.

Welche Rolle spielt die Simulation in der Offroad-Erprobung?

Simulationen werden genutzt, um extreme Belastungsszenarien virtuell zu testen, bevor Prototypen gebaut werden. Sie sparen Zeit und Kosten, ersetzen aber nicht die finale physische Erprobung der Komponenten im realen Schmutz.

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4×4 Fahren im Sand

4×4 Fahren im Sand

Tipps und Tricks für dein Wüstenabenteuer

4×4 Fahren im Sand: Meistere die Düne mit diesen bewährten Techniken

Fahren im Sand gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen beim Offroad-Abenteuer. Ob in der Wüste, an Stränden oder in Dünenlandschaften – der weiche Untergrund stellt selbst erfahrene Geländewagen-Fahrer vor besondere Herausforderungen. Folgend einige Tipps zum Fahren auf Sand – vom richtigen Reifendruck, der optimalen Fahrtechnik bis zur nötigen Ausrüstung. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener – diese bewährten Regeln helfen, eigene Fähigkeiten zu verbessern und typische Fehler zu vermeiden.

Warum ist der richtige Reifendruck beim 4×4 Fahren im Sand so entscheidend?

Der Reifendruck ist der wichtigste Faktor für erfolgreiches Fahren auf Sand. Während man auf festem Untergrund mit normalem Luftdruck unterwegs ist, muss für weichen Sand der Druck deutlich reduziert werden. Denn: Ein niedrigerer Reifendruck vergrößert die Kontaktfläche des Reifens mit dem Untergrund und sorgt für mehr Auflagefläche, was die Traktion erheblich verbessert. Dadurch verteilt sich das Gewicht des Geländewagens über eine größere Fläche und das Fahrzeug sinkt weniger tief ein.

Je nach Situation und Untergrund sollte der Reifendruck auf minimal 1,0 bis 1,5 bar reduziert werden. Je weicher der Sand, desto niedriger sollte der Druck sein. Bei extrem weichem Sand können sogar Werte um und unter 0,8 bar sinnvoll sein. Wichtig ist, dass man einen zuverlässigen Kompressor dabei hat, um die Reifen nach der Sandpassage wieder auf normalen Druck zu bringen. Moderne Deflators bei Lkw helfen, den Luftdruck schnell und gleichmäßig an allen Rädern zu reduzieren, ohne dass man jeden Reifen manuell ablassen muss.

Doch Achtung: Bei niedrigem Reifendruck verformen sich die Pneus. Das bedeutet, dass man – wenn überhaupt – nur sehr vorsichtig lenken darf und höhere Geschwindigkeiten meiden muss. Sonst zieht es den Reifen von der Felge! Außerdem sind bei größerem Latsch die Flanken der Reifen deutlich empfindlicher gegen Dornen, Steinsplitter oder andere scharfe Gegenstände im Sand.

Fahrzustand / Untergrund Typischer Reifendruck (Richtwert) Hinweise / Risiken
Straße / Autobahn Herstellerangabe (z. B. 2,2–2,8 bar) Volle Brems- und Lenkfähigkeit, kein Fahren mit Offroad-„Latsch“.
Fester Schotter / Piste Leicht reduziert (z. B. 1,8–2,2 bar) Etwas mehr Komfort, trotzdem gute Stabilität und Schutz vor Felgenschäden.
Normaler Sand / Dünenzufahrt Ca. 1,0–1,5 bar Deutlich größere Auflagefläche, Vorsicht bei Lenkbewegungen und Geschwindigkeit.
Sehr weicher Tiefsand Teils bis ca. 0,8 bar oder darunter Nur im Schritttempo und mit viel Gefühl fahren, erhöhte Gefahr, den Reifen abzurollen.
Nach der Sandpassage (Geröll, Straße) Wieder auf Straßenwerte bringen Schutz vor Überhitzung, Flankenschäden und erhöhter Reifenabnutzung.

Wie fährt man richtig im weichen Sand an?

Im Sand zählt Gefühl mehr als rohe Kraft. Beim Anfahren sollte der Start behutsam, aber zügig sein: zu viel Gas lässt die Räder durchdrehen, zu wenig Schwung scheitert am hohen Rollwiderstand.

Tipps je Antrieb:

  • Schaltgetriebe: Kupplung sanft kommen lassen, gleichmäßig Gas geben, Lenkrad gerade halten, Allrad und eher niedrigen Gang nutzen, ggf. im zweiten statt ersten Gang anfahren, Kupplung nicht schleifen lassen.

  • Automatik: manuellen Modus mit niedrigem Gang wählen, dann hochschalten; Vorteil ist der ununterbrochene Kraftfluss beim Schalten.

  • Bei Problemen: nicht mehr Gas geben, lieber anhalten, einige Meter zurücksetzen und mit etwas Anlauf neu versuchen.

Dünentraining

Welche Ausrüstung brauchst du unbedingt für Sandfahren?

Neben dem Allradfahrzeug ist die Ausrüstung entscheidend. Ein guter, belastbarer Kolbenkompressor ist Pflicht, damit mehrere Reifen zuverlässig wieder aufgepumpt werden können. Billige Kompressoren überhitzen schnell und fallen gern aus.

Basis-Ausrüstung:

  • Sandbleche (Kunststoff oder Metall), ausreichend lang und robust, ideal mit gut sichtbarer Leine zum Wiederfinden.

  • Robuste Schaufel zum Freilegen von Rädern und Unterboden.

  • Bergegurt/Bergeseil in passender Zuglast, Schäkel, Abschlepphaken und Wagenheber mit stabilem Unterlegebrett für weichen Untergrund.

  • Ausreichend Wasser (Trinken und Kühlwasser-Reserve) sowie Kommunikationsmittel für Notfälle.

Ausrüstung Funktion im Sandbetrieb Hinweise aus der Praxis
Kompressor (Kolben) Wiederaufpumpen der Reifen nach der Sandpassage Auf ausreichende Leistung achten, Billiggeräte überhitzen schnell.
Sandbleche Traktion beim Anfahren aus Tiefsand, „Brücke“ über weiche Stellen Möglichst weit unter die Reifen schieben, gut sichtbare Leine erleichtert das Finden.
Schaufel Freilegen von Rädern und Unterboden Stabiler Stiel und robustes Blatt sind wichtig, möglichst immer griffbereit verstauen.
Bergegurt / -seil Bergen eines festgefahrenen Fahrzeugs durch ein zweites Fahrzeug Auf passende Zuglast und Elastizität achten, mit geeigneten Schäkel/Haken verwenden.
Wagenheber + Brett Fahrzeug anheben, um Reifen oder Sandbleche zu positionieren Brett vergrößert die Auflagefläche im weichen Sand.
Kommunikationsmittel Notrufe, Koordination in der Gruppe Funkgerät, Satelliten-Tracker oder Satphone je nach Region.
Wasser & Kühlmittel-Reserve Trinkwasser und Notreserve für das Kühlsystem Pro Person mehrere Liter pro Tag plus Fahrzeug-Reserve einplanen.

Was ist beim Fahren auf Sand zu beachten?

Die wichtigste Regel beim Sandfahren lautet: Fahre so langsam wie möglich, aber so schnell wie nötig. Man braucht genug Schwung, um nicht stecken zu bleiben, aber nicht so viel, dass man die Kontrolle verliert.

Halte eine konstante Geschwindigkeit und vermeide abrupte Lenkbewegungen. Im Sand reagiert das Fahrzeug träge auf Lenkbefehle und zu heftige Korrekturen können den Wagen seitlich wegrutschen lassen oder ihn im weichen Sand versinken lassen. Wenn man durch Spurrillen fahren muss, diesen folgen solange der Sand durch vorherige Fahrzeuge verdichtet ist, aber bereit zum Verlassen sein, wenn diese zu tief werden. Manchmal ist es besser, einen neuen Weg zu suchen, als in tiefen Rillen aufzusitzen.

Wichtig ist es, den Untergrund zu lesen und gefährliche Stellen zu umfahren. Wenn einmal nichts mehr geht: Biwak machen und es in den Morgenstunden wieder versuchen, wenn der Sand durch die nächtliche Feuchtigkeit härter ist als am Mittag, wenn er sonnendurchglüht weich und grundlos ist.

Wie bewältigst du Dünen sicher bergauf und bergab?

Dünenfahrten sind spektakulär, aber riskant. Beim Bergauffahren ist Schwung entscheidend: genug, um die Steigung zu schaffen, aber nicht so viel, dass du blind über die Kuppe springst.

>>> Bergauf:

  • Düne möglichst gerade anfahren, Schwung aus der Ebene mitnehmen, nicht erst am Hang beschleunigen.

  • Kritische Dünen zuerst zu Fuß erkunden, um zu sehen, was hinter der Kuppe liegt.

  • Wenn die Kraft nicht reicht: kontrolliert gerade rückwärts herunterrollen, vorher den Bereich hinter dem Fahrzeug prüfen.

>>> Bergab:

  • Niedrigen Gang wählen und Motorbremse nutzen, möglichst nicht bremsen, weil blockierende Räder im Sand kaum Lenk- oder Bremswirkung haben.

  • Gerät das Fahrzeug quer, nicht in Panik bremsen, sondern dosiert Gas geben, bis du wieder in der Falllinie bist.

Was tun, wenn man im Sand festfährt?

Wer behauptet, noch nie im Sand festgesteckt zu haben, war meist noch nicht ernsthaft in der Wüste unterwegs. Selbst erfahrene Fahrer bleiben gelegentlich stecken. Die wichtigste Regel: Keine Panik und nicht wild Gas geben. Durchdrehende Räder graben sich nur tiefer ein.

Folgende Punkte solltest du beachten, wenn du dich im Sand festgefahren hast!

  1. Motor rechtzeitig ausschalten und die Situation in Ruhe ansehen.
  2. Aussteigen und prüfen, wie tief die Räder und ggf. der Rahmen im Sand stecken.
  3. Mit der Schaufel Sand vor und hinter den Rädern entfernen, um mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen.
  4. Reifendruck, falls möglich, noch weiter absenken, um mehr Traktion zu bekommen.
  5. Differenzialsperren (sofern vorhanden) aktivieren, damit auch die bisher entlasteten Räder Antriebskraft erhalten.
  6. Sandbleche so weit wie möglich unter die antreibenden Räder in Fahrtrichtung schieben. Sie sollten fest aufliegen und dem Reifen einen stabilen Untergrund bieten.
  7. Vorsichtig anfahren und mit gleichmäßigem Gas über die Bleche fahren, auf ihnen gern etwas Schwung aufbauen.
  8. In schwierigen Fällen das Fahrzeug so weit freischaufeln, bis keine Rahmenteile mehr aufliegen und keine Sandwälle vor den Rädern stehen.
Einsatz Sandblech

Welche Fahrtechnik verhindert das Steckenbleiben?

Prävention ist die beste Bergung. Wer den Untergrund vorausschauend liest, bleibt deutlich seltener stecken.

Tipps zur Prävention:

➡️ Farbunterschiede beachten: heller Sand ist meist trockener/weicher, dunkler eher feuchter/fester, aber mit mehr Vegetation und potenziell scharfen Dornen.

➡️ Spurrillen nutzen, solange sie flach sind; bei zunehmender Tiefe frühzeitig ausweichen.

➡️ Bei Schaltgetrieben vor schwierigen Passagen schalten, nicht mitten in der weichsten Stelle kuppeln.

➡️ Verwindungen und Situationen vermeiden, in denen einzelne Räder abheben; Sperren frühzeitig aktivieren, nicht erst bei durchdrehenden Rädern.

➡️ Beim Anhalten möglichst ausrollen lassen, nicht voll bremsen, und nach Möglichkeit leicht hangabwärts in Fahrtrichtung parken.

Wie beeinflusst die Reifenwahl deine Performance im Sand?

Reifen haben enormen Einfluss auf die Sand-Performance. Im Gegensatz zu Fels oder Schlamm sind im Sand breitere Reifen mit weniger aggressivem Profil im Vorteil, weil sie sich weniger eingraben.

Grundsätze:

  • All-Terrain-Reifen sind ein guter Kompromiss zwischen Straße und Offroad; reine Straßenreifen sind meist überfordert, extreme Mud-Terrain-Reifen graben sich oft zu tief ein.

  • Reifen mit runden Schultern passen sich dem Sand besser an als solche mit kantigen Schultern.

  • Wichtiger als extreme Größe ist die Möglichkeit, Luftdruck ausreichend zu senken, ohne dass der Reifen von der Felge springt.

Spezialfälle:

  • Beadlock-Felgen halten den Reifen mechanisch fest, erfordern aber Übung und passendes Werkzeug beim Reifenwechsel.

  • Bei „normalen“ Rädern kann sich der Reifen bei sehr niedrigem Druck auf der Felge drehen, bei Schlauchreifen droht Ventilabriss.

  • Nach der Sandpassage Luftdruck wieder auf Straßenwerte bringen, um Reifen vor Geröll, Hitze und Flankenschäden zu schützen.

Die Wüste besteht aus mehr Geröll-Pisten als Sandpassagen. Um die Reifen vor spitzen Steinen und Überhitzung bei höheren Geschwindigkeiten zu schützen und die volle Lenkbarkeit und Bremsfähigkeit sicherzustellen, muss nach Sandstrecken der Reifen-Luftdruck wieder auf Straßen-Werte gebracht werden. Etwas mehr Luft im Pneu kann von Vorteil sein, da mit weniger Latsch auch das Risiko von Flankenschäden durch spitze Steine sinkt.

>>> Hier geht es zum Blogartikel Offtoad -Reifen! <<<

Welche Rolle spielt die Fahrzeugwahl beim Sandfahren?

Grundsätzlich lassen sich alle Allradfahrzeuge im Sand bewegen, doch einige Konzepte sind klar im Vorteil. Klassische Geländewagen mit Leiterrahmen, zuschaltbarem Allrad und mechanischen Sperren sind für harte Touren ideal.

Fahrzeugtypen:

  • Bewährte Geländewagen: z. B. Toyota Land Cruiser, Jeep Wrangler, Mercedes G-Klasse, Land Rover Defender.

  • Moderne SUVs mit permanentem Allrad und Assistenzsystemen können im Sand funktionieren, sind aber oft eher für Schnee und Straße abgestimmt; Niederquerschnittsreifen sind hier ein Nachteil, weil sich der „Latsch“ kaum vergrößern lässt.

Weitere Faktoren:

  • Gewicht: Leichtere Fahrzeuge sinken weniger ein, schwerere haben mehr Kraft, aber auch mehr Risiko, sich festzufahren; ein mittelschwerer Geländewagen mit moderater Beladung ist ein guter Kompromiss.

  • Bodenfreiheit: Unter etwa 22 cm wird es kritisch; je höher, desto besser für Sand und Dünen.

Planung und Vorbereitung einer Sandfahrt

Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer sicheren Tour. Vorab solltest du dich über Strecke, Wetter, Problemstellen und typische Bedingungen informieren.

Planungspunkte:

  • Niemals allein in die Wüste fahren, mindestens zwei Fahrzeuge einplanen, Route und Rückkehrzeit jemandem mitteilen.

  • Wasserbedarf (Trinken, Reserve für Kühlsystem) großzügig kalkulieren; im Sand steigt auch der Kraftstoffverbrauch, oft bis zur Verdopplung, daher Zusatztank oder Kanister vorsehen.

  • Vor der Fahrt alle relevanten Systeme prüfen: Reifen, Antrieb, Fahrwerk, Kompressor, Tankvolumen, Bergeausrüstung und Ersatzmaterial.

Wichtigste Punkte zum Merken!

 

Reifendruck senken

Den Druck auf 1,0-1,5 bar (je weicher der Sand, desto niedriger) absenken, um die Auflagefläche zu vergrößern und das Einsinken zu reduzieren. Dann aber nur sehr vorsichtig lenken und bremsen, damit es die Reifen nicht von der Felge zieht.

Unverzichtbare Ausrüstung

Bordwerkzeug, ein Reifenflick-Set, Kompressor, Sandbleche, Schaufel, Deflators, eine gute Bergungsausrüstung und ausreichend Kraftstoff- und Wasserkanister.

Richtige Geschwindigkeit

Im Sand so langsam wie möglich und so schnell wie nötig fahren. Dazu stets konstant und ohne forcierte Beschleunigungs- und Bremsmanöver.

Sanftes Anfahren

Behutsam Gas geben und das Durchdrehen der Räder vermeiden, im niedrigen Gang starten und das Lenkrad gerade halten.

Bei Festfahren nicht durchdrehen

Stoppen, Situation beurteilen, Sand wegschaufeln und gegebenenfalls Sandbleche verwenden.

Dünen mit Respekt behandeln

Gerade anfahren, genug Schwung holen, aber nicht über die Kuppe schießen; bergab mit Motorbremse mit eingelegtem Gang fahren.

Untergrund lesen

Hellerer Sand ist meist weicher, dunklerer fester; frisch aufgewehte Bereiche und zu tiefe Spurrillen vermeiden.

Vorausschauend fahren

Abrupte Lenkbewegungen und plötzliches Beschleunigen vermeiden, manuelle Differenzialsperren rechtzeitig aktivieren.

Niemals alleine fahren

Mindestens zwei Fahrzeuge, ausreichend Wasser, Kommunikationsmittel und einen Notfallplan haben.

Reifen wieder aufpumpen

Nach Sandpassagen den Luftdruck wieder auf normale Werte bringen.

Fahren auf Sand ist eine erlernbare Fertigkeit, die Übung und Geduld erfordert. Mit der richtigen Vorbereitung wie zum Beispiel einem Fahrertraining, der passenden Ausrüstung und Technik kann man schnell Fortschritte machen und die Faszination des Dünenfahrens in vollen Zügen genießen. Dabei stets die Natur respektieren, verantwortungsvoll fahren und statt Müll nur Reifenspuren zurücklassen. Dann steht einem Wüstenabenteuer nichts im Weg!

Vor der Fahrt sollte man alle wichtigen Systeme des Fahrzeugs – wie Fahrwerk, Antrieb und Karosse – überprüfen. Sind die Reifen in gutem Zustand? Funktioniert der Kompressor? Ist das Tankvolumen für die Strecke ausreichend? Sind ausreichend Berge- und Ersatzgurte, Schäkel, Sandbleche etc. an Bord?

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Hymer ML-T 4×4 Professional Offroad-Trainingswochenende

Hymer ML-T 4×4 Professional Offroad-Trainingswochenende

Zwei Tage Offroad: Fahrtechnik, Teamgeist und Abenteuer pur

Rückblick auf das 2-tägige Offroad Training

Das Wochenende, auf das viele Mitglieder der Hymer ML-T 4×4 Professional Facebook-Gruppe gewartet hatten, ist vorbei – und was für ein Wochenende war das! Das erste gemeinsame Offroad-Trainingswochenende hat alle Erwartungen übertroffen und uns mit unvergesslichen Erlebnissen, neuen Freundschaften und jeder Menge Spaß zurückgelassen.

Freitagabend: Ankommen und gemütliches Beisamensein mit der Community

Bereits am Freitagabend trafen die ersten Teilnehmer auf dem Trainingsgelände ein. Nach und nach füllte sich der Platz mit den imposanten Hymer ML-T 4×4, und schon bald herrschte eine entspannte, freundliche Atmosphäre. Beim gemeinsamen Campen am Lagerfeuer oder in gemütlichen Gesprächen wurde schnell klar: Hier begegnen sich Gleichgesinnte, die ihre Leidenschaft fürs Offroad-Fahren und Abenteuer teilen.

Offroad-Abenteuer und Reiseinspiration – der Samstag im Zeichen des ML-T 4×4

Am Samstagmorgen startete das Programm mit einem entspannten und gemeinsamen Frühstück. Gestärkt und voller Vorfreude versammelten sich alle Teilnehmer zur offiziellen Begrüßung. Im Anschluss gab es eine theoretische Einweisung in die Grundlagen des Offroad-Fahrens – ein wichtiger Einstieg für alle, die ihre Fahrzeuge auch abseits befestigter Wege sicher beherrschen möchten.

Danach wurden die Fahrzeuge in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe auf einer Einweiserstrecke erste praktische Erfahrungen sammelte, absolvierte die andere dynamische Slalom- und Bremsübungen. Nach etwa einer Stunde wurde gewechselt, sodass jeder die Möglichkeit hatte, verschiedene Herausforderungen zu meistern. Um 12:30 Uhr stärkten sich alle bei einem gemeinsamen Mittagessen für die weiteren Aufgaben des Tages.

Am Nachmittag standen sichere Rückzugsmanöver und spannende Verschränkungsübungen auf dem Programm. Hier waren sowohl Fahrer als auch Fahrzeug gefordert – und alle meisterten die Aufgaben mit Bravour.

Trainingsmodule Basis Offroad Training

>>> Sicherer Rückzug:

Rückwärtsfahren im unübersichtlichen Gelände – eine Übung, die in der Praxis oft unterschätzt wird.

>>> Waldfahrt:

Enge Wege durch dichten Baumbestand forderten besonders das Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer.

>>> Verwindung:

In stark verschränkten Passagen wurden Mensch und Maschine gleichermaßen gefordert.

>>> Slalom & Bremsübung auf Schotter:

Präzises Handling und schnelle Reaktionen standen im Mittelpunkt.

Gegen 16:00 Uhr sorgte Maxie Netzhammer von NOMADMAROC für einen besonderen Höhepunkt: Mit einem packenden Reisevortrag über Marokko weckte sie bei allen Teilnehmern das Fernweh und zeigte, welche Abenteuer mit dem ML-T 4×4 möglich sind.

Den längsten Tag des Jahres ließen wir gemütlich im Biergarten eines nahegelegenen Landgasthofs ausklingen. Beim gemeinsamen Abendessen wurde viel gelacht und die Erlebnisse des Tages Revue passiert.

Sonntag: Schräglagen, Wasser und Berge-Workshop

Am Sonntagmorgen starteten wir bereits um 8:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach frischten wir die wichtigsten Inhalte des Vortages auf, bevor es richtig ins Gelände ging. Schrägfahrten, leichte Wasserpassagen, Sand- und Steilabfahrten sowie Steilauffahrten standen auf dem Programm. Jede Station forderte Fahrer und Fahrzeug heraus und sorgte für jede Menge Adrenalin und Begeisterung.

Gegen 15:00 Uhr näherte sich das Wochenende dem Ende zu. Das letzte Highlight war ein umfassender Berge- und Reifen-Workshop, bei dem wertvolles Wissen für jede Offroad-Tour vermittelt wurde. Hier lernten die Teilnehmer, wie sie ihr Fahrzeug im Notfall wieder flott bekommen und worauf es beim Reifenwechsel im Gelände ankommt.

 

Trainingsmodule Offroad Aufbaukurs

>>> Wasserdurchfahrten:

Hier waren Fingerspitzengefühl und die richtige Technik gefragt.

>>> Schrägfahrt:

Ein Klassiker des Offroad-Trainings – perfekt, um das Fahrverhalten in geneigten Lagen besser zu verstehen.

>>> Steilauf- und -abfahrten:

Unter Anleitung meisterten alle selbst anspruchsvolle Passagen souverän.

>>> Steilauffahrten rückwärts:

Eine anspruchsvolle Übung, bei der Fahrtechnik und Nervenstärke gefragt waren.

Fazit: Ein Wochenende, das verbindet

So schnell waren zwei Tage voller neuer Erfahrungen, spannender Eindrücke und jede Menge Spaß vorbei. Das Offroad-Trainingswochenende war ein voller Erfolg – nicht nur wegen der tollen Organisation, sondern vor allem wegen der großartigen Stimmung und dem Zusammenhalt unter den Teilnehmern.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Event, wenn es wieder heißt: Du willst gewohnte Pfade verlassen? Wir zeigen dir den Weg!

 

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4×4 Expeditions Training – Rückblick

4×4 Expeditions Training – Rückblick

Drei Tage Offroad-Erfahrung, Fahrtechnik und Abenteuerlust

4×4 Expeditions Training Tag 1 – Ankommen, Austauschen, Abenteuerstart!

Am Freitag, den 04.04., war es endlich so weit: Das mit Spannung erwartete 4×4 Expeditions Training startete auf dem Offroad-Gelände bei Biberach. Ab 14 Uhr reisten die Teilnehmer mit ihren Expeditionsfahrzeugen an – schnell wurde klar: Neben faszinierender Technik trafen hier auch inspirierende Reisegeschichten und spannende persönliche Ziele aufeinander. 🌄🚐

Nach einer kurzen Begrüßung stand eine theoretische Einweisung auf dem Programm, die die Grundlagen für das bevorstehende Wochenende legte. Jeder Teilnehmer stellte sich dabei vor – mit Eindrücken vergangener Reisen, Plänen für zukünftige Touren und Erwartungen an das Training.

Direkt im Anschluss folgte eine Panoramafahrt durch leichtes Gelände – ideal, um sich behutsam mit der ungewohnten Fahrdynamik abseits befestigter Straßen vertraut zu machen. Die Stimmung war neugierig, konzentriert – und voller Vorfreude auf das Kommende. 🚚

Am späten Nachmittag begann der erste technische Workshop mit dem Fokus auf Fahrzeugtechnik, Ausrüstung und praktische Tipps. Der Austausch zwischen Teilnehmern und Experten brachte wertvolle Erkenntnisse und regte intensive Gespräche an. 💡🔧

Der Abend klang am Lagerfeuer aus. In geselliger Runde wurde erzählt, gelacht und gefachsimpelt – ein stimmungsvoller Auftakt, der Gemeinschaftsgefühl und Abenteuerlust vereinte. 🔥🌌

4×4 Expeditions Training Tag 2 – Fahrtechnik, Teamwork & Survival-Skills 🔥

Nach einem gemütlichen Lagerfeuerabend und einem gemeinsamen Frühstück startete der Samstag voller Energie in den zweiten Trainingstag. Das Gelände bot mit mehreren Stationen abwechslungsreiche Herausforderungen:

>>> Sicherer Rückzug:

Rückwärtsfahren im unübersichtlichen Gelände – eine Übung, die in der Praxis oft unterschätzt wird.

>>> Waldfahrt:

Enge Wege durch dichten Baumbestand forderten besonders das Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer.

>>> Verwindung:

In stark verschränkten Passagen wurden Mensch und Maschine gleichermaßen gefordert.

>>> Slalom & Bremsübung auf Schotter:

Präzises Handling und schnelle Reaktionen standen im Mittelpunkt.

>>> Schrägfahrt:

Ein Klassiker des Offroad-Trainings – perfekt, um das Fahrverhalten in geneigten Lagen besser zu verstehen.

Nachmittags folgte ein praxisnaher Survival-Workshop mit dem Schwerpunkt Notfallmedizin im Gelände. Besonders eindrucksvoll: Die simulierte Bergung aus einem rauchenden Fahrzeug – ein realistisches Szenario, das den Teilnehmern klare Handlungsstrategien im Ernstfall vermittelte.

Der Tag endete mit einem gemeinsamen BBQ und entspanntem Beisammensein. Die Atmosphäre war geprägt von Stolz, Begeisterung und dem Gefühl, gemeinsam ein echtes Abenteuer zu erleben.

4×4 Expeditions Training Tag 3 – Wasser, Sand & freie Fahrt

Auch der letzte Tag begann mit einem stärkenden Frühstück, bevor es ein letztes Mal auf die Strecke ging. Auf dem Plan standen:

 

>>> Wasserdurchfahrten:

Hier waren Fingerspitzengefühl und die richtige Technik gefragt.

>>> Steilauf- und -abfahrten:

Unter Anleitung meisterten alle selbst anspruchsvolle Passagen souverän.

>>> Steilauffahrten rückwärts:

Eine anspruchsvolle Übung, bei der Fahrtechnik und Nervenstärke gefragt waren.

Ein weiteres Highlight war der Bergeworkshop, bei dem demonstriert wurde, wie man ein festgefahrenes Fahrzeug sicher aus Sand oder Schlamm befreit – ein echtes Muss für jede ernsthafte Offroad-Tour.

Nach dem Mittagessen wurde das Gelände für das freie Fahren geöffnet. Viele nutzten die Gelegenheit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Besonders erfreulich: Einige bisher zurückhaltende Beifahrerinnen griffen selbst zum Steuer – und fuhren mit wachsendem Selbstvertrauen durch die Hindernisse.

Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen. Drei intensive Tage voller Lernen, Fahren, Lachen und Gemeinschaft lagen hinter allen Beteiligten.

Danke an alle Teilnehmer – für eure Offenheit, euren Mut und eure Begeisterung. Bis zum nächsten Abenteuer! 

 

Wir haben uns sehr gefreut, unsere Teilnehmer an diesem intensiven Trainingswochenende begrüßen zu dürfen – und freuen uns schon jetzt auf viele weitere gemeinsame Abenteuer bei kommenden 4×4 Expeditions Trainings!

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